last chance to become Champion

17. Juni 2011

Heute Morgen starteten wir um 8 Uhr an der Baustelle und endeten gegen 17 Uhr, also ein recht langer Arbeitstag. Bevor ich mich ins Training begab, gönnte ich mir in Kerikeri aber noch eine Portion „Fish & Chips“. Der nächste Tag war wie schon vorausgesehen so regnerisch, dass die Arbeit ins Wasser fiel, sodass mich etwas Arbeit im Hostel erwartete. Die Aussenfassade der „Villa“ bedarf einer Reinigung, sodass ich mich, nachdem gegen Vormittag der Regen etwas schwächer wurde, an die Arbeit machte. Der Samstag stand dann im Zeichen von Kerikeri und dem Fussball. Am heutigen Samstag mussten wir mit Kerikeri zum, bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter nach Kamo. Der Platz war in einem hervorragenden Zustand und das Schiedsrichtergespann bereit für den Anpfiff. Es waren keine 2 min. gespielt, da fiel auch schon das erste Tor für Kamo. Nach einem Freistoss aus dem Halbfeld waren sich Keeper Chris und Innenverteidiger Ryan nicht einig und der aufgerückte Abwehrchef schoss zum 1:0 ein. Keine 5 min. später dann Eckball für die führende Mannschaft. Nachdem Kieran den Ball aus dem Gefahrenbereich köpfte, zappelte drei Stationen später das Netz auf Seiten von Kamo. Nach Kieran´s Ball war Schumacher einen Schritt schneller als sein Gegenspieler und passte den Ball zu Damon und der direkt in den Lauf von Zdanek, der im Eins gegen Eins die Cleverness behielt und den Ausgleich markierte. Fortan spielte nur Kerikeri, die beste Halbzeit der bisherigen Saison. Mit „One-Touch-Football“ schaffte man es den Gegner in die eigene Hälfte zurück zu drängen und wurde nach ca. 30 min. belohnt. Einen Pass auf den startenden Schumacher, konnte dieser von der linken Seite maßgenau auf Ayden in die Mitte passen, der keine Mühe hatte zum 2:1 für Kerikeri einzuschieben. Bis zur Halbzeit erspielte sich Kerikeri weitere gute Möglichkeiten, die aber keinen weiteren Erfolg mehr versprachen. Nach dem Halbzeittee versäumte man es weiter, die sich ergeben Chancen im Netz unterzubringen. Wenn man so viele Chancen verballert rächt es sich. Und so war es dann auch. Ein einfacher Ballverlust im Mittelfeld verdanken wir das 2:2 nach gut 60 min. Nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite, konnte Sam seinen Gegner nur mit unfairen Mitteln am Torschuss hindern, sodass der Referee auf Elfmeter entscheiden musste. Und wiederum keine 5 min. später war es die einheimische Mannschaft, die aus einem Torwartfehler Kapital schlugen. Einen hohen langen Ball in die Sturmspitze berechnete Torwart Chris falsch und der Stürmer bedankte sich mit einem Kopfball über Chris hinweg. Etwas geschockt versuchten wir das Spiel abermals zu drehen, doch es stellte sich als schwer heraus. Die Kondition ließ nach und Kamo konnte nun das Spiel offener gestalten. Doch als ca. 15 min. vor Ende Schumacher unsanft im Strafraum von den Beinen geholt wurde, bedankte sich Zdanek mit seinem 2. Treffer am heutigen Tag. Den Schlusspunkt und den verdienten Siegtreffer steuerte Schumacher aus abseitsverdächtiger Position bei. Nach einem Freistoss und Kopfball von Zdanek stand er ca. 7 m frei vor dem Keeper und netzte ein. In den restlichen 10 min. verwaltete Kerikeri das Ergebnis und konnte so verdient 3 Punkte aus Kamo mitnehmen und so dem Gastgeber die erste Niederlage der Saison bescheren. Und zurück im Hostel gönnte ich mir mal wieder ein von Stefanos Pizzas als gelungener Abschluss einen guten Tages. Der Sonntag war wieder geprägt von der Aussenfassade an der Villa und die Tage Montag bis Mittwoch waren Lagerhallen –Tag. Dienstags abends stand Training an, aber selbst im Hostel waren nur zwei Deutsche zu Besuch, die aber auch nur zwei Nächte blieben und mich danach wieder allein ließen.

Sehen uns nächste Woche.

Calcetto Tournament

17. Juni 2011

Da eigentlich geplant war, dass Stefano mit der ganzen Familie von Donnerstag - Samstag nach Auckland fährt, um sich „David Dallas“, ein neuseeländischer Rapper anzuschauen, sollte ich die Verantwortung für diese Tage wieder über das Hostel übernehmen. Doch es kam anders als erwartet. Lindsey blieb zuhause, da sie sonst die Reise mit zwei Autos hätten unternehmen müssen. Also startete mein Donnerstag wieder mit Lagerhallen – Bau, und da ich erst davon erfuhr, dass Lindsey zuhause bleibt, als ich abends zurück zum Hostel kam, sparte ich mir heute das Training – „waste of gas“. Der Freitag war ebenfalls ein Bauarbeiter – Tag. Am Abend wollten wir uns dann einen Film anschauen, als Plötzlich die ganze Umgebung dunkel war. Ein Stromausfall hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, bzw. fast, denn benutzten meinen Laptop, um uns „Sexy Beast“ anzuschauen. Am heutigen Samstag ist unser Ligaspiel leider ausgefallen, angeblich soll es zu stark geregnet haben, wovon wir hier nichts mitbekommen haben. Ich verbrachte also den Tag damit ein wenig zu Shoppen … Bücher, Secondhand – Shop, Warehouse und Wocheneinkauf Verpflegung. Ansonsten war es wie die Tage zuvor sehr ruhig im Hostel. Sonntag, ein Tag zum Relaxen, was ich auch tat. Montag war Feiertag, „offizieller Geburtstag der Queen“, eigentlich hat sie Ende April, aber da sie immer im Sommer haben wollte, ist der erste Montag im Juni „Queens Birthday – Weekend“. Den Tag verbrachten wir am Kickertisch mit einer Competition, Stefan, Stefano und Ich. Zu den Regeln: ein Spiel dauert 5 min.

keine Tore direkt nach dem Einrollen, mindestens zwei Berührungen

der Ball muss immer in Bewegung sein

und wenn der Ball von den Rückseiten ins Tor prallt, gilt dieses nicht

So standen wir dann den Montag am Kickertisch und ballerten uns die Bälle um die Ohren, Inter Mailand – Bayern München. Nach dem vierten Mal Jeder gegen Jeden sah die Tabelle wie folgt aus:

1. Felix 19 Punkte

2. Stefano 16 Punkte

3. Stefan 0 Punkte

Doch dann kam die Zeit der beiden italienisch Sprechenden. Stefano gewann 14:4 gegen Stefan, wobei ihm vorher nie mehr als 8 Tore pro Spiel gelangen. Zu meiner Schande muss ich sagen, ich verlor das nächste Spiel gegen Stefan 6:4, wobei er in diesem Spiel einfach alles traf. Also musste das „Große Finale“ zwischen mir und Stefano ausgetragen werden. Und wie die Italiener so sind, standen sie tief in ihrer Abwehr. Soll heißen, sobald er mehr als in Tor Vorsprung hatte, hat er den Ball immer länger als normal bei seinen Abwehrspielern kreisen lassen, was ihm im Endeffekt auch den Sieg brachte. Mit 6:5 Toren gewann er also mit 3 Punkten mehr das Kickerturnier. Als Siegprämie bekam er von mir „Königsberger Klöpse“ gemacht und von Stefan als Appetizer eine Kiste Bier. Etwas enttäuscht von mir selbst, ging ich dann ins Bett, um am nächsten Tag wieder zu arbeiten. Sollte kein langer Tag werden, denn gegen 10 Uhr begann es aus Kübeln zu regnen, sodass wir beschlossen für heute Schluss zu machen. Knapp 90 min. später, war der Himmel fast wieder wolkenlos, sodass ich am Abend wieder mit der Mannschaft in Waipapa trainieren konnte. Und der letzte Tag der Woche war dann eher entspannt und so grüß ich alle die meinen Blog verfolgen und wünsche eine angenehme Woche.

storming of the “Tatara Rock”

2. Juni 2011

Gegen 16 Uhr am Mittwoch begann es zu regnen und es hörte erst wieder am Abend des darauffolgenden Donnerstags auf, sodass die Straßen in der Umgebung teilweise überflutet waren. So verbrachte ich den Tag größtenteils damit gegen Stefan, den Schweizer jedmögliche Challenge zu bestreiten. Tischfussball, Wii – Sports mit Tennis, Bowling, Baseball, Golf und Boxen, wobei wir mehr des Spaßes als des Gewinnens spielten. Freitag machten wir uns dann auf einen „Wandertag“, zuerst fuhren wir zur „Mahinepua Peninsula“, wo wir einen zweistündigen „Coastel – Walk“ machten, bevor wir in Whangaroa Station machten, um uns dem „St. Pauls Rock“ zu stellen. Der Weg bis zur Spitze des Rocks war durch den Regen den Tag zuvor sehr schmierig und rutschig, sodass wir bei jedem Schritt aufpassen mussten, dass wir nicht auf unseren Allerwertesten fielen.

Am heutigen Samstag standen wir im Ligaspiel dem Zweiten der Tabelle, Tikipunga gegenüber. Auf einem gut bespielbaren Rasenplatz hatten wir zu Beginn etwas mehr Spielanteile und konnten uns zwei gute Chancen erarbeiten, die aber beide von James nicht genutzt werden konnten. Nach einem langen Abschlag des Torhüters fiel dann die etwas überraschende und glückliche Führung der Gastgeber. In der 10 min. flog der Ball über die ganze Abwehr hinweg und der Stürmer des Gegners war einen Tick schneller als Chris und konnte das Leder über den Torwart lupfen. Bis zum Halbzeitpfiff erspielten sich beide Mannschaften gute Möglichkeiten, doch die Torhüter hielten ihre Kästen sauber, sodass es mit 1:0 in die Pause ging. Kurz vor dem Pausenpfiff eine kuriose Szene. Einen schnell ausgeführten Freistoss in Höhe der Mittellinie der Gäste aus Kerikeri landete ca. 11m vorm Tor beim einschussbereiten Schumacher, der durch den plötzlichen Halbzeitpfiff, dem Schiedsrichter fast an den Hals ging. Diese Szene war nicht die erste, bei der der Schiedsrichter den Einheimischen einen Vorteil verschaffte. In der zweiten Halbzeit bemühte sich Kerikeri das Spiel in die Hand zu nehmen und Chancen zu kreieren, doch leider sollte an diesem Tag kein Tor für die Gäste fallen. Die beste Chance vereitelte der Innenverteidiger, als Schumacher den Ball über den herauslaufenden Torhüter lobte, aber einen Schritt zu spät kam, um ihn einzunetzen. Tikipunga machte es hingegen besser, nach einem Foul nahe der Strafraumgrenze von Zdanek, war es der Kapitän, der beim Freistoss Chris keine Chance ließ und den Ball in den Winkel zirkelte. Auch nach dem 2:0 spielte Kerikeri weiter nach vorne, konnte aber keine Ergebniskorrektur betreiben, sodass man sich mich dem Ergebnis zufrieden geben musste. Somit versäumte man mit Tikipunga gleichzuziehen und hat nun sechs Punkte Rückstand auf Tabellenplatz Zwei.

Der Sonntag begann sehr früh. Um 6:30 war aufstehen angesagt, und wir saßen mit fünf Leuten vor der Glotze und schauten uns das Champions League Finale zwischen dem FC Barcelona und Manchester United an. Das lustige daran war, dass wir am Abend zuvor verschiedene Wetten abgeschlossen haben: Halbzeitstand; Endstand; Ballbesitz; Wer schießt das erste Tor? In der wievielten Minute fällt das erste Tor? Erste Gelbe Karte; erster Eckball, erstes Abseits und in der wievielten Minute Pedro (FC Barca) seine erste Schwalbe macht, bzw. gefoult wird. Bei drei dieser Kategorien, gewann niemand, sodass wir bei 6$ Einsatz waren. Stefan (Schweiz) machte 4,50$ minus, Stefano (Italien) 1,90$ und Ich (Deutschland) noch 1$ minus, hingegen Hagai (Israel) 1,50$ und Robbie (England) 5,90$ plus machten. Am Mittag machte ich mit Stefan auf zum „Taratara Rock“ einen abenteuerlichen Wanderweg. Nach 2 ½ Stunden kamen wir zurück, zuvor mussten wir uns aber unseren Weg durch den Busch kämpfen, bis wir an einer Höhle ankamen, die mehrere Jahre schon nicht mehr begangen wurde – Wahnsinn. Nachdem wir wieder im Hostel ankamen, versuchte ich mich abermals an der „Bryan Williams Rugby Challenge“ doch ich verlor den Ball beim Kicken aus den Augen, sodass ich meine Zeit vom Dienstag nicht erreichte. Am nächsten Tag haben wir uns an einem Track gewagt, der schon länger als zehn Jahre ruhte. Aus Angst vor Reaktionen kann ich nur sagen, dass wir 6 ½ Std. unterwegs waren, Abendteuer pur. Dienstag war wieder gechillt, musste nur in die Werkstatt mit dem Auto, da ich meine Rücklichter reparieren musste, bevor ich abends dann wieder Training hatte. Der letzte Tag dieser Woche war dem Arbeiten vorbehalten, ein neues Projekt wurde in Waipapa in Angriff genommen. Und so verabschiede ich mich bis nächste Woche, see ya.

Failture of “The Bryan Williams - Challenge”

26. Mai 2011

Auch am heutigen Donnerstag hieß es immer noch Arbeiten am Hangar und abermals danach Training. Doch bevor ich zum Training fuhr, hatten wir noch ein paar Bier bei dem Orchard Besitzer, bzw. ich blieb bei antialkoholischen Getränken. Da wir fast mit dem Hangar fertig waren, hatten wir, am nächsten Tag, wie der Tag schon sagt, Frei. So verbrachte ich den Tag auch nur damit faul im Hostel rumzuhängen und einmal sie Seele baumeln zu lassen. Da die nächsten zwei Tage auch keine Gäste zu erwarten waren, hatte ich ein relatives ruhiges Wochenende. Samstag stand mit Kerikeri der „League – Cup“ an. Abermals durften wir uns über ein Heimspiel freuen, als Gegner hatten wir Onerahui, den Meister des letzten Jahres.

Von Beginn an, sah man, wer das Spiel gewinnen wollte und so erarbeiteten wir uns Chance um Chance. Doch es dauerte bis ca. 15 min. vor der Halbzeit, bevor Kieran den Ball nach einem Eckball im dritten Versuch unter die Latte zimmern konnte. Zuvor scheiterten Dwain und Zdanek an der vielbeinigen Abwehr. Zuvor waren unsere Schüsse zu ungenau, oder der gute Gästekeeper verhinderte den früheren Rückstand seines Teams. Keine 10 min. später setzte ich Thomas nach einem Befreiungsschlag aus der eigenen Abwehr mustergültig in Szene, sodass er keinerlei Probleme hatte zum 2:0 einzuschieben. Dies war auch gleichzeitig der Halbzeitstand, denn unsere Abwehr stand an diesem Tage so stabil, dass Torwart Chris beschäftigungslos blieb. Mit Beginn der 2. Halbzeit stellten wir etwas um und Onerahui kam etwas besser ins Spiel, konnte sich aber keine nennenswerte Chance erarbeiten. Im Gegensatz dazu hätte Thomas das 3:0 machen müssen, als er 5m vor dem Tor über den Ball trat. Doch nach einem genialen Zuspiel durch die Schnittstelle konnte ich das 3:0 besorgen. Mein viertes Tor im dritten Spiel, so kann es weitergehen. Nach 60 min. steuerte Damian mit einem strammen 20m Schuss das 4:0 bei. Ergebniskorrektur betrieben die Gäste dann, als sie nach einem zu kurzen Abstoss von Chris das zwischenzeitliche 4:1 markierten doch in den letzten 20 min. durften sich Sammy und zweimal Zdanek in die Liste der Torschützen eintragen, sodass es am Ende einen 7:1 Heimsieg für Kerikeri gab.

Am Sonntag machte ich mich dann auf dem Weg zum eigenen Sightseeing. Der Tag stand ganz im Zeichen verschiedener Strände und Buchten. Angefangen bei der „Taupo Bay“ über die Karikari Peninsulsa mit der „Matai“ und „Puheke Bay“ bis zum „90 Mile Beach“, welchen ich bei meinem letzten Neuseelandaufenthalt nicht zu Gesicht bekommen habe. Mein Favorit ist die „Puheke Bay“, da man dort auf die wenigsten Touristen trifft und man über Dünen zum Strand wandern muss. Abends durfte ich dann einen italienischen Schweizer im Hostel begrüßen, dem ich die Einführung des Hostels näherbrachte. Am Montag war wieder der Hangar dran, bzw. gegen Mittag fuhren wir noch zu einer anderen Baustelle, wo wir begannen das Dach zu decken. Dienstag stand im Zeichen der „Bryan Williams Rugby – Challenge“. Ich kackte voll ab und endete mit einer Zeit von 3:37.5 (http://www.youtube.com/watch?v=MoT9LZmTZvk), hingegen Stefan, der Schweizer eine Zeit von 2:50.4 (http://www.youtube.com/watch?v=-ga1agIdBsY) hinlegte. Jetzt wurde in mir der Ehrgeiz geweckt und ich werde versuchen diesen Rekord zu knacken, solange ich noch hier in Neuseeland verweile. Abends war wieder Training angesagt, wo sich leider ein Mitspieler verletzte. Sah mir nach erstem Begutachten nach einem Bänderriss an, Mist. Mittwoch war dann Shopping – Day, da auch wieder alle drei Gäste das Hostel verließen. Einen davon durfte ich aber abends wieder begrüßen, da er sich nach Einsetzen des Regens entschied, ein Hostel dem Zelt vorzuziehen.

Eine ruhige Woche geht zu Ende, see ya

Bryan Williams Challenge

25. Mai 2011

Donnerstag der 12. Mai 2011 war ruhiger, sehr entspannter Tag mit einigen Schauern, sodass ich bei der Gartenarbeit die Ein und andere Pause einlegen musste, damit ich nicht ganz durchgenässt wurde. Abends ging es wieder die 35km nach Waipapa zum Training. Freitag, der 13. macht den Menschen mehr Angst durch seine Mythen, als durch sonst was. Für mich war es ein Tag wie fast jeder andere auch, denn heute bin ich nach Auckland zum Flughafen gefahren, um Kerstin dort abzuliefern, die „endlich“ nach Hause flog. 17 Tage war diese im Hostel und je länger die Zeit mit uns wurde, desto genervter wurde ich. Eine kleine Genugtuung gelang mir bei unserem letzten „Haggasche – Match“ als ich sie 10:0 demütigte. Bei gefühlten 100 Spielen gewann sie dreimal und dies auch jedesmal „nur“ glücklich mit 9:10. Um kurz nach 10 ging es also los nach Auckland und gegen 14:30 kamen wir am Flughafen an. Nach einer kurzen Verabschiedung machte ich mich gleich wieder auf den Rückweg und traf nach einem kleinen Stopp bei MC Donalds um 19:15 wieder im Hostel an. „Der frühe Vogel, vögelt den Wurm!“ oder wie das Sprichwort heißt, war die Devise am heutigen Samstag. Aber dies auch eher, weil ich etwas aufgeregt war wegen des Chatham Cup – Games gegen Waiuku und nicht mehr schlafen konnte. Um 7:15 hielt mich deswegen nichts mehr im Bett und ich genoss ein ausgiebiges Frühstück mit Toast und Müsli. Das Spiel selbst war leider mit keinem guten Ausgang für uns behaftet, wir verloren mit 2:4 Toren.

Waiuku begann stürmisch und war die ersten Minuten spielbestimmend, doch bereits nach ca. 8 min. stand es 1:0 für uns. Nach einem Konter wurde ich mustergültig von Dwain in Szene gesetzt, und sorgte so für die frühe Führung. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatten die Gäste mehr vom Spiel, doch die besseren Chancen waren auf unserer Seite. Die Gäste tauchten bei Standards immer wieder gefährlich vor dem Tor der Einheimischen auf, sodass es eine logische Folge war, dass das 1:1 nach einem Freistoss fiel. Im zweiten Anlauf konnte der gegnerische Stürmer den Ball im Netz unterbringen und den verdienten Ausgleich bejubeln. Die Einheimischen spielten weiterhin gut nach vorne und hatten ihrerseits auch gute Möglichkeiten, entweder scheiterte man aber am Pfosten oder am guten Torhüter. War der Ball dann doch mal im Netz, wurde fälschlicherweise auf Abseits entschieden, sodass es zur Halbzeit beim Stand von 1:1 blieb. Nach der Pause beherrschte weiterhin Waiuku das Spiel, jetzt aber zielstrebiger. Innerhalb von 5 min. bekamen wir den Knockout. Der zur Halbzeit eingewechselte frische Stürmer, sorgte nach einem langen Abschlag es Torhüters und einem Missverständis in der Abwehr für das 1:2. Kurze Zeit später durfte sich der gleiche Spieler auch über das 1:3 freuen, nachdem ein langer Freistoss vom Sturmpartner per Kopf perfekt quergelegt wurde brauchte dieser nur locker einzuschieben. Die Einheimischen bäumten sich nochmal gegen die aufkommende Niederlage. Doch erstens versagten Thomas im eins gegen eins die Nerven und zweitens schloss Dwain frei vor dem Torhüter überhastet ab. 20 min. vor dem Ende dann die Entscheidung, der etwas unglückliche einheimische Torhüter ließ einen leichten Ball nach vorne abprallen und in nachfassen kam er die berüchtigte Sekunde zu spät, sodass es 1:4 hieß. Das 2:4 durch Marc kam leider etwas zu spät. 5 min. vor dem Spielende passte Dwain durch die Gasse und Marc behielt, im Gegensatz zu Thomas zuvor, im eins gegen eins die Nerven. Der Sieg für Waiuku geht auch in dieser Höhe in Ordnung, da wir nie ein Mittel gegen die hohen Bälle in die Sturmspitze fanden und das Schiedsrichtergespann im manchen Situation nicht Herr der Lage war.

Etwas enttäuscht zurück im Hostel, brachte mich die Menschenmenge wieder auf ein paar andere Gedanken. Das Hostel ist seit Wochen mal wieder etwas belebt. Acht Gäste belagern die Räumlichkeiten, ein Deutsches Paar, zwei weitere Deutsche, eine Amerikanerin und am späten Abend traf eine Dreier – Kombo aus China, Taiwan und Niederlande ein. Nachdem ich mir dann mit der Amerikanerin „Last Samurai“ angeschaut habe, gings entkräftet ins Bett. Heute machten sich fast alle Gäste auf kleinere Ausflüge, sodass ich gegen 10 Uhr alleine war und mich gemütlich an die Arbeit machen konnte, bevor gegen Nachmittag die ersten von ihren Trips wieder zurückkamen. Ab Montag, den 16. Mai begann ich dann, nach Absprache mit meinem Boss, einen kleinen Nebenjob. Mit James, dem Sohn des Hauses und Martin, einem Kiwi bauten wir auf einem Orchard einen kleinen Hangar von 12m x 15m. Diese Nebenjob zog sich bis Ende der Woche. Nach der Arbeit hieß es wieder, ab ins Training. Doch da ich nicht unnötigerweise nochmal in Hostel fahren wollte, vertrieb ich mir die Zeit in Kerikeri. Der letzte Tag der Woche startete abermals mit Hangarbau. Da wir bereits dabei sind das Dach zu machen und der Tag zu windig war, beendeten wir die Arbeit um 14 Uhr. Zurück im Hostel machte ich ein wenig Ordnung, doch seit langem war ich mal wieder ganz allein. Was noch zu erwähnen ist, am Montag startete offiziell hier im Hostel die „Rugby – Saison“. Da es in der Familie einen ehemaligen Spieler der „All Blacks“ (Neuseelands Nationalteam in Rugby), wurde vor ein paar Jahren die „Bryan Williams Rugby – Challenge“ gestartet. Dabei geht es um einen Lauf, bei dem man verschiedene Rugbyelemente bewältigen muss. Kicken, Tacklen und den Ball in die Endzone bringen. Ein holländischer Rugbyspieler startete also die „Rugby World Cup – Saison“ mit einer Zeit von 2:51.4 min.

Im diesem Sinne alles Gute und bis nächste Woche.

soccer career

11. Mai 2011

Und abermals geht eine Woche um 6:45 mit UEFA Champions League los, heute war das Halbfinal – Rückspiel zwischen Man U und Schalke, welches die Engländer mit 4:1 Toren für sich entschieden. Danach musste alles für die „Biker – Party“ vorbereitet werden. Zum Lunch wurde für 20 Biker hinterm Hostel ein Lager aufgebaut, und so mussten Tische und Stühle dorthin verfrachtet werden. Nachdem auch dieses vollbracht war, wurde das Besteck auf Hochglanz poliert. Gegen 12 Uhr trafen dann 16 Biker ein, die mit Pizza und Salat versorgt wurden. Ich durfte als „Laufbursche“ dienen. Um 14 Uhr machten sie sich dann auf ihre Weiterreise und für mich hieß es dann, das ganze Geschirr wieder zurück in die Küche. Nach einer kurzen Pizzastärkung und einer weiteren Stunde war alles wieder paletti und das Hostel war „Biker frei“. Am Abend bin ich dann zum zweiten Training nach Waipapa gefahren. Am Wochenende könnte ich bereits mein erstes Spiel in der „Northland Men´s Premier“ (www.nff.org.nz) machen. Allerdings für die Registrierung müsste ich $80 bezahlen, die ich leider nicht habe. Jetzt hoffe ich, dass ich die Verantwortlichen im Training so überzeugen kann, dass der Verein die Kosten für mich übernimmt, denn am nächsten Wochenende steht die erste Runde des Chatham Cups an. In diesem Pokal spielen alle neuseeländischen Mannschaften mit, also auch die der 1. und 2. Liga.

Am Samstag war es dann soweit, mein erstes Spiel für Kerikeri stand an. Wir machten uns also auf die Reise nach Whangarei. Wie auch in Deutschland, ist vor dem „Seniorteam“ (1. Mannschaft) auch ein Spiel der Reserve, was die Einheimischen mit 4:2 für sich entscheiden konnten. Im Hauptspiel standen sich dann zwei gleichwertige Teams gegenüber, wobei wir das etwas glücklichere Ende hatten. In der ersten Halbzeit mit vielen Chancen auf beiden Seiten, fiel das 1:0 für Whangarei nach gut 30 min. Nach einem Freistoss waren sich Libero Ryan und Goalie Chris nicht einig, und so rutschte der Ball von Ryan´s Scheitel verlängert über Chris hinweg ins Netz. Nach der Halbzeitpause drehten wir binnen 5 min. die Partie. Nach ca. 55 min. war es Sunny, der den Ball nach einer Flanke nicht richtig mit dem Kopf erwischte und dem überraschten Torwart somit keine Chance liess. Einige Minuten später durfte ich mich über meinen ersten Treffer im Gelb/Blauen Dress von Kerikeri freuen. Nach einer guten Kombination und einem genauen Pass von Karren über die Abwehr, war ich einen Schritt schneller als der Goalie und konnte den Ball an ihm vorbei im Tor unterbringen. Wiederum keine 5 min. später schaffte Whangarei den Ausgleich. Nach einem schönen Doppelpass und dem Pass in die Schnittstelle war der gegnerische Stürmer frei vor Chris und schob clever den Ball an ihm vorbei. Beide Mannschaften konnte man den Siegeswillen erkennen, sodass sich weiterhin bis zum Ende des Spiels auf beiden Seiten gute Chancen ergaben. Die beste der Einheimischen vereitelte Chris, als er im eins gegen eins die Nerven behielt. Knapp 20 min. vor dem Ende fiel dann die Entscheidung. Eine Flanke wurde durch eine Kopfabwehr zur Bogenlampe und landete an der Strafraumgrenze, wo ich den Ball mit rechts über meinen Gegenspieler hob und direkt aus der Drehung mit links den Ball ins linke untere Eck zimmerte. Solche Tore erziel ich echt immer nur in Neuseeland. Dies war dann auch das Endergebnis, denn wie schon früher erwähnt, hatten beide Mannschaften noch gute Tormöglichkeiten, doch kein Torwart musste den Ball abermals aus seinem Netz holen. Nach dem Spiel, bzw. nach dem Duschen ist es so üblich, dass die Trainer ein kleines Feedback vom Spiel geben und den „Spieler des Tages“ ihres Teams wählen. Sogar der gegnerische Trainer überhäufte mich mit Lob für dieses „outstanding goal“ und unser Coach kürte mich zum „Man of the Match“. Ein guter Start für meine Fussballkarriere hier in Neuseeland.

Sonntag war mal wieder ein sehr entspannter Tag mit wenig Arbeit, dafür war der Montag umso cooler. Stefano erhielt vor ca. einer Woche einen Anruf, dass er paar Jungs gerne das Hostel filmen möchten, da dies eines der besten im Norden ist. An diesem Montag kamen also zwei junge Leute von der Fa. Bare Kiwi und drehten ein paar Szenen im Hostel um diese dann zu einem ca. 60 sec. – Clip zusammenzustellen. Zuerst wurde das Hostel beschrieben und ein wenig über die Historie der Familie und des Umlandes geplaudert. Danach wurden kurze Videosequenzen vom einem gefakten Fussballspiel aufgenommen. Zum Abschluss wurde in der Garage noch eine Fussball – DVD angeschaut, natürlich alles unter dem wachsamen Auge der Kamera. Sobald ich weiss, wo ich mir das Video anschauen kann, bekommt ihr den Link. Am Dienstag hatte ich mal wieder etwas mehr im Garten zu tun, bevor ich um 18 Uhr nach Kerikeri/Waipapa gefahren bin, um meine Fussball – Skills zu trainieren. Am letzten Tag dieser Woche bin ich mit Ed, einem Holländer zum Cape Reinga gefahren, dem fast nördlichsten Punkt der Nordinsel. Auf dem Hinweg haben wir einen deutschen „Hitchhiker“ (Tramper) mitgenommen um ihn auf der Rückfahrt in Awanui wieder abzusetzen, da dieser die Westküste runter wollte, wir hingegen zurück zum Hostel fuhren.

„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Soll das heißen „Ja“ ihr Leut, mit dem Felix ist Schluss für Heut. …“

See ya next time

Tabletennis - Champion

4. Mai 2011

Die Woche startete wieder mal mit Champions League, heute mit Real Madrid gegen Barcelona, „El Classico“. Danach gab´s im Hostel ein Tischtennis – Turnier. Ich siegte mit drei gewonnen Spielen, gegen Stefano (Italien), Kerstin (Deutschland) und Felix (Schweden) und gewann ein „Kahoe Farm Hostel – T – Shirt“. Nachdem Kerstin für uns Milchreis zu Mittag machte, war der Rest des Tages relaxen und chillen, da ein Gewitter im Northland hauste. Die beiden nächsten Tage war ich der „Herr des Hostels“, da Stefano und Lyndsey für das Wochenende in Auckland (ca. 300km südlich von Kahoe) verweilten. Aber auch diesmal kamen kaum neue Gäste, sodass ich nicht wirklich viel zu tun hatte.
Kerstin, eine Deutsche, die die letzten zwei Wochen ihres „Au-pair – Jahres“ auch in Stefanos Hostel verbringt ihr Auto verkaufen will, hab ich mir gedacht ich melde mal Interesse an. Und nach einer Woche haben wir uns auf einen fairen Preis geeinigt und den Deal unter Dach und Fach gebracht. Jetzt werde ich auch mal die neuseeländischen Straßen unsicher machen. Auch der Sonntag und der Montag waren vom Regen so gebeutelt, dass sogar einige Straßen überflutet waren und man diese nicht mehr passieren konnte. Eine Brücke zum „Cape Reinga“ wurde sogar vorübergehend gesperrt, sodass das Touristen – Highlight an diesen Tagen sich etwas erholen konnte. Dienstags hab ich dann meine Jungfernfahrt mit dem „Ford Telestar“ gemacht, und zwar nach Waipapa zum Training von Kerikeri, dem Team, bei dem ich eventuell auf Torejagd für den Rest der Saison gehen werde. Dienstags und donnerstags ist Training und am 14.Mai 2011 steht ein Spiel im Chatham Cup an, wo alle Mannschaften bis zur Ersten Liga mitspielen dürfen.
Ansonsten wird es im Hostel ziemlich ruhig, man merkt, dass es in den Herbst geht und die Osterferien rum sind. Am Donnerstag ist eine Gruppe um die 20 Biker zum Lunch zu erwarten, vielleicht gibt es da ja mal was Interessantes in Erfahrung zu bringen und mein Können als Kellner unter Beweis zu stellen.
Eine schöne Woche wünscht euch euer Kiwi

“Birthday-Party”

27. April 2011

Diese Woche startete mit einer Runde Shopping. Ich bin mit Stefano nach Kerikeri (nächst größere Stadt) gefahren, ca. 50 km südlich vom Hostel. Während „der Boss“ selbst einige Erledigungen zu machen hatte, schlenderte ich durch die Stadt. So kam es, dass ich meine ersten „Fish & Chips“ aß, und mir des Weiteren noch eine Baseballcap und mein erstes Paar „Trinkersocken“ besorgte, in den Farben von Kerikeri, Blau/Gelb. Wieder zuhause hieß es dann die Arbeit zu erledigen, für die wir am Morgen keine Zeit hatten. Karfreitag begann dann mit dem ersten Geburtstag von Milita, seinem jüngsten Familienmitglied, einem Kune Kune – Schwein (http://www.vieh-ev.de/Rassen/Schweine/kunekune.html). Danach wurde es etwas stressig, da für die nächsten Tage das Hostel ausgebucht war, und ich musste einige der Zimmer umrüsten, sprich von Double (ein Bett für zwei) in Twinzimmer (für jeden ein Bett). Doch mit Hilfe von Lyndsey, die mir dabei einige Tricks zeigte, hatten wir das schnell erledigt. Am heutigen Samstag war ich für ein Deutsches Paar (Gießen) Travelguide. Wir machten eine 3 Std. Wanderung auf dem angrenzenden Grundstück der Hostelinhaber. Danach musste ich mit Stefano drei andere Deutsche, die beim Kajakfahren auf Sand gelaufen sind, suchen und borgen. Was uns sogar die Polizei an den Hals brachte, doch mit ein wenig Überzeugungskraft vom „Boss“ schafften wir es, das sie uns tatkräftig bei der Suche unterstützte und ihn wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung nur ermahnten. Ostersonntag war dann wieder ein ruhiger Tag für mich, da die Gäste meine Hilfe nicht in Anspruch nahmen und sich selbst auf die Erkundung der Gegend machten. Ostermontag und gleichzeitig auch Anzactag (Feiertag zum Gedenken an die Gefallenen des Korps.) verließ die 7er – Gruppe (alles Studenten, die an ihrer Doktorarbeit schreiben) das Hostel um sich auf den Heimweg nach Hamilton zu machen. Der heutige Tag lag mal wieder im Zeichen des Wassers, den es regnete die ganze Zeit, sodass wir uns abends alle (fünf) vor dem TV einfanden und „School of Rock“ schauten. Die Feiertage aus den Knochen startet quasi eine neue Woche, in der wenig Gäste zu erwarten sind. Da Anna, die Tochter der Hausherren, noch Schulferien hat, lud sie ein paar Freunde zu einer Party ein. Als ich zu Bett ging, ahnte ich noch nichts von meinem Glück, doch mitten in der Nacht kam dann die ganze „Bagasch“ und nestelte sich im Dorm ein, was mich die ein und andere Minute an wertvollem Schlaf kostete. Ich habe noch nie in so kurzer Zeit das Wort „F***!“ sooft gehört, Wahnsinn. Bereits um 6:30 klingelte mein Alarm, damit ich nicht die Champions League Partie Schalke – Man U verpasste. Leider ging die nicht zu Gunsten des deutschen Vertreters aus, 0:2 war das Endergebnis. Ansonsten hab ich wahrscheinlich ein Auto gefunden, dass ich mir kaufen werde. Ein deutsches Mädel, das hier im Hostel mal zwei Monate vor meiner Zeit gearbeitet hat, will ihres Verkaufen und ich hab Interesse. Wird sich also in den nächsten Tagen klären, wie wir das regeln. Bis dahin eine schöne Woche.

“The Twilight Saga: Eclipse”

20. April 2011

Diese Woche startete um 6:45 mit ESPN (Neuseeländisches SKY) und Tottenham Hotspur – Real Madrid (0:1) und dann Schalke 04 – Inter Mailand (2:1). Danach war der Tag des Bosses gelaufen, da sein Team, Inter aus der Champions League geflogen ist. Bis ca. 11 Uhr hatte ich also nichts zu tun, bevor ich mich dann ungefähr 6 ½ Stunden mit Arbeiten beschäftigte, Putzen und Streichen. Am nächsten Tag musste ich ein wenig Tribut zollen, denn ich hatte mir eine Erkältung geholt, sodass ich außer dem Putzen nichts gemacht habe, vor lauter Niesen kam ich auch zu nichts anderem. Am folgenden Tag war zwar meine Verfassung etwas besser, aber jetzt hatte das Wetter wohl was gegen mich, denn es regnete den ganzen Tag. Doch zwei Tage später hatte dann endlich meine Streichaktion endlich ein Ende. Während der letzten Woche verweilte hier im Hostel ein Autor namens „David Vann“, wie ich erfahren habe, der im Februar in Deutschland sein Buch „Im Schatten des Vater“ promotete. Zusätzlich zu seinem Buch wurde ein Hörbuch aufgenommen, das, wie ich ebenfalls erfahren habe von der deutschen Stimme von „Robert de Niro“ gesprochen wird. Man macht echt viele und interessante Bekanntschaften in einem Hostel.

Am Mittwoch den 20.04. machte ich mit einem holländisch/ukrainischem Paar einen kleinen Trip in der nahen Umgebung. Vom Hostel aus fuhren wir gen Süden, an der ersten Abzweigung ging es zuerst am Hafen entlang, bevor wir ein Stück landeinwärts fuhren und dann auf der anderen Seite aufs offene Meer stießen. Dort angekommen, wurde uns vom Hostel-Papa ein kleiner Walk empfohlen, ca. 120 min. (Hin – und Rückweg). Das Wetter war zwar wechselhaft, aber die Bilder, die ich gemacht habe, können trotzdem zeigen, wie schön es auf diesen Trip war. Nach einem kurzem Stopp an der Austernfabrik, war ich um 15 Uhr wieder im Hostel und konnte den Rest des Tages entspannen. Nach dem Abendessen starteten wir zu viert ein Brettspiel „Eclipse, das Spiel zur Twilight – Saga“, drei Deutsche und ein Holländer. Der Holländer war bis kurz vor Schluss an der Spitze, bis ihn Tim im letzten Moment vom Thron stieß. Meine Wenigkeit landete mit Abstand auf dem letzten Platz. Das Spiel zu erklären dauert zu lange, also eine kurze Version. Es gibt 8 Filmszenen, die man sammeln muss. Um eine Filmszene zu bekommen, muss man eine Frage zum Film richtig beantworten. In den letzten drei Szenen, muss man sich in Herausforderungen (Würfeln, Menschenkenntnis) beweisen, um so Bella vor Victoria zu schützen und sie zu vernichten. Ein sehr „tolles“ Spiel, aber das ganze drum herum hat schon Spaß gemacht, vor allem der Holländer war das Highlight mit seinen Kommentaren.

next periode of my practical

13. April 2011

Wunderschönen guten Tag, Morgen oder was auch immer. Donnerstag der 07. April begann ganz ruhig und gechillt, nachdem wir nur fünf Gäste für die Nacht unterbringen mussten, davon wieder mal vier Deutsche. Ein gutes Frühstück war die Grundlage für den heutigen Tag, denn die Nacht auf den 08. April sollte sehr ruhig werden. Nach dem Frühstück wurde dann zum Abschied der vier Deutschen ein drei gegen drei Fussballspiel gestartet, dass 5:4 für Stefano, Alex und mich endete. Dazu muss man sagen, dass Alex das einzige Mädel unter den vier Deutschen war, was bestimmt eine tolle Weiterreise für die Jungs bedeutete. Danach wurde es ganz ruhig im Hostel und auch bis zum nächsten Morgen waren keine neuen Gäste zu begrüßen, was eine angenehme Nacht allein im Dorm bedeutete. Auch der nächste Tag war sehr ruhig, sodass ich mich entschied den Walk zum Camel – Hump zu machen, einem Hügel, der so ausschaut wie der Höcker eines Kamels. Ich machte mich also auf den Weg und man sagte mir es dauert nicht allzu lange. Doch was man mir verschwieg, war, dass es fast nur aufwärts ging, mit ab und an kleinen Ausruhphasen bei geraden – oder abwärtsführenden Etappen. Doch mit mehreren kleinen Pausen und einer geilen Aussicht, kam ich nach gut 50 min. auf dem Höcker an und wurde mit einem wunderschönen Rundblick belohnt. Dort oben hab ich mich so richtig frei gefühlt. Man steht über allem und der Wind bläst einem um die Ohren, was mich dazu veranlasst hat ein paar Minuten länger dieses Gefühl zu genießen, bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte. Nach guten 80 min. kam ich wieder am Hostel an und gönnte mir für den Abend eine Calzone. Sonntags, normalerweise ein Ruhetag, zumindest was die normale Geschäftswelt angeht, doch nicht so in der Tourismusbranche. Ich machte mich also nach dem Frühstück daran das Hostel auf „Hochglanz“ zu polieren, was mir auch nach Meinung von Lyndsey bestens gelang. Danach war mal wieder relaxen angesagt, denn auch diesmal waren keine neuen Gäste zu begrüßen. Nach einem kurzen Gespräch mit Lyndsey, ist wohl über Ostern wieder mit mehr Betrieb zu rechnen, hoffentlich. Nach einer „wieder“ allein verbrachten Nacht und einen Schlaf bis halb zehn, erwartete mich das Streichen der Diele. Zuerst schmirgelte ich einmal das ganze Holz, damit die Farbe auch wirklich daran haften bleibt. Nach dem ich diese Arbeit verrichtet hatte, sollte es an das Streichen gehen, doch Stefano brauchte erst einmal einen halben Tag, um die Farbe zu finden, die sich als Falsche herausstellte. Ich klebte also die Fenster in der Diele ab und begann sofort mit dem Streichen der detailreichen Fenster. Am Ende des Tages bemerkte Lyndsey dann, dass die Farbe einen leichten Gelbstich hatte. Doch ich musste sowieso zweimal streichen, sodass es nicht ganz so schlimm war. Am nächsten Tag besorgte Stefano also die neue, richtige Farbe und ich begab mich wieder an meine Arbeit. Das Problem ist, dass hier eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht und somit nur die Zeit zwischen 11 und 16 Uhr bleibt um die Farbe aufzutragen. Also werde ich ein paar Tage brauchen, um mit dem Streichen fertig zu werden. Bis dahin wünsch ich euch eine schöne Woche und ein schönes Wochenende. Have fun and take care.